Ludwig Sütterlin


* 15. Juli 1865 in Lahr im Schwarzwald, † 20. November 1917 in Berlin

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Sütterlin über Flaischlens Handschrift

Einige Ausgaben Flaischlens sind in seiner Original Handschrift gedruckt.
Im Buch „Neuer Leitfaden für den Schreibunterricht“ von Ludwig Sütterlin (Verlag Albrecht-Dürer-Haus, Berlin, 1917, Seite 75ff) schreibt Sütterlin zu Flaischlens Handschrift:

Daß aber die schöne Charakterschrift nicht nur beim bildenden Künstler zu finden ist, beweisen zunächst die Schriften der Dichter Victor Blüthgen und Cäsar Flaischlen. Gleichmäßigkeit ist, wie wir an anderer Stelle feststellten – bei einer Schönschrift die erste aller Tugenden. Diese Tugend ist Victor Blüthgens Handschrift in höchstem Maße eigen. … Einer der bekanntesten Schönschreiber ist der Dichter Cäsar Flaischlen. Bei seiner Schrift liegt das Schwergewicht in der Anordnung, wiewohl auch die Buchstabenformen durch den Reiz ganz persönlicher Prägung ausgezeichnet sind.
Seine geschriebenen Seiten haben immer Bildwirkung, in deren Dienst sich oft selbst das Versmaß zu stellen scheint. Durch seine Manuskripte für die von ihm einst herausgegebene Kunstzeitschrift „Pan“, die stets zugleich Satzvorbilder waren, hat er an der künstlerischen Hebung neuzeitlicher Buchdruckkunst hervorragenden Anteil.
Selbst das scheinbar Zufällige hat bei seinen Handschriften Bedeutung. Man denke sich z.B. den Strich unter der Titelzeile weg, oder auch nur auf der linken Seite gekürzt – sofort wäre die Schönheit des Seitenbildes beeinträchtigt.

 

Die Sütterlin-Schrift (Wikipedia)

Die Suetterlin-Schrift

 

 

 

 

 

 

 

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